Zuchtziele & Tierverkauf

~ Hintergrund

Vor 7 Jahren kauften wir von 15 Bäuerinnen und Bauern unsere Herde zusammen. Diese große Bandbreite der Herkünfte bot uns einige Probleme aber auch große Chancen. Auf Grund der völlig neuen Bedingungen für die Rinder und die Anforderungen an sich, hatten wir einen guten Vergleich, welche Herkünfte welche Potenziale beinhalten. Es folgten 7 Jahre Selektion und Anpassung.

Jetzt sind wir soweit, dass wir auch anderen, mit ähnlichen Idealen arbeitenden Menschen unsere Tiere anbieten können und somit womöglich einiges an Zuchtarbeit ersparen.

Wir züchten Milchkühe, die unter natürlichen Bedingungen (Freilandhaltung), aus Heu und Naturschutzgrünland noch gute Leistung bringen (Futterverwertung) und dabei gesund bleiben. Außerdem ist es uns wichtig, das unsere Tiere umgänglich sind.

* Zuchtziele

Wir selektieren auf:

– Leistung aus Natur-Futter (Futterverwertung).

Im Sommer weiden unsere Tiere auf Nationalparkgrünland und im Winter werden sie mit Heu gefüttert. Kraftfutter gibt es als Leckerli im Melkstand eine gute Hand voll. Am Anfang waren die Unterschiede gewaltig. Von dick und liegen (nicht fressen) und dabei kaum Milch, teilweise noch frech, bis zu dünn, fleißig und gesundheitlich Probleme (zu viel Milch).

Wir selektieren auf fleißige Kühe, die sich aber nicht auf Kosten des Körpers überanstrengen und welche, die Milchleistung an das Futterangebot anpassen können.

– Robustheit

Unsere Rinder sind ganzjährig draußen. Nur die laktierenden und frischgeborenen Kälber haben Stall-Zugang. Wir machen nur im Notfall Klauenpflege und haben auch nur noch sehr selten mit den Klauenproblemen zu tun. Nachgeburtsverhalten haben wir nicht mehr. Und auch Schwergeburten sind eine Ausnahme.

– Umgänglichkeit

Bei all dem ist uns die Umgänglichkeit besonders wichtig. Wir haben ständig Praktikant:innen und Interessierte auf der Weide, beim Melken und auch bei den Bullen. Unsere Tiere sind auch in Stresssituationen sicher. Kühe, die mit einem Schlag gefährlich ausschlagen, angreifen wegen des Kalbes oder panisch sind, haben wir konsequent zu leckerer Salami gemacht. Teilweise schon als Färse.

Nach der Geburt tragen wir die Kälber in den Stall. Die Kühe werden zu den Kälbern und wieder raus geschickt. Trotz Freilandhaltung, erfolgt das Anmelken in der Regel ohne Hilfe durch Anja allein (selten ist eine zweite Person in den ersten zwei Tagen dabei, um das Tier zu schaukeln und beim Reintreiben zu helfen). Auch unsere Deckbullen laufen frei mit den Kühen mit, lassen sich von der Bäuerin verladen, oder sind mit den anderen Bullen auf der Weide. Ein Stock ist auch auf der Bullenweide überflüssig, auch wenn sie Blut riechen (beim Weideschuss).

Ruhiges Anmelken trotz muttergebundener Kälberaufzucht. Die Kühe lassen die Milch auch für den Menschen laufen. Unsere Rinder fragen immer, was kann ich für dich tun? Wo soll ich hingehen?

~ Tiere zum Verkauf

Angler alter Zuchtrichtung Deckbulle Hauke, Hakon-Sohn *

10 Jahre alt (welcher Bulle wird schon so alt?). Hauke wirkt schwerfällig, besonders im Winter. Aber er deckt sehr zuverlässig und ist gut hinterher, wenn er gefragt ist, was man ihm gar nicht mehr zurechnen würde. Wir sind mit seinen Nachkommen im Umgang und Leistung und Gesundheit absolut zufrieden. Wir würden uns freuen, wenn er noch auf einem anderen Hof zum Einsatz kommt. Bei uns hat er schon zu viele Töchter.

Braunvieh Deckbulle Oskar *

DE 12 645 55 169, 3 Jahre alt

  • Färsen und Kälber Angler alter Zuchtrichtung, sowie Braunvieh alter Zuchtrichtung.
  • Kreuzungen

Unsere Braunviehkühe haben wir weiterhin mit Braunvieh belegt.

Die Deutschen Schwarzbunten Niederungsrinder, Angler/HF-Kreuzungen und Grauvieh haben wir zusammen mit den Anglern vom Angler alter Zuchtrichtung decken lassen. Von der Fitness und Leistung sind wir mit denen oft besonders zufrieden. Daher haben wir auch Kreuzungen mit mind. 50% Angler a.Z., auch viele mit 75% Angler a.Z.

Schreib uns bei Interesse!

Hof Stolze Kuh