100 % grasgefüttert – „gras-fed beef“ aus dem Nationalpark – Kugelschuss

Besonders weil unsere Tiere ihr ganzes Leben auf der Weide Gras und Kräuter fressen und nicht die Endmast mit Silage im Stall verbringen, wo sie sich weniger bewegen, leben sie länger (und kosten dadurch auch länger Unterhalt).

Unser Fleisch hat eine höhere Nährstoffdichte als das von Rindern, die mit Getreide gefüttert wurden. Es ist reicher an Mineralstoffen und Vitaminen, hat ein besseres Verhältnis von Omega-3-und -6-Fettsäuren, enthält mehr Beta-Carotin (ein Antioxidans und die Vorstufe zu Vitamin A) und viermal mehr Vitamin E. Auch B-Vitamine, Zink, Eisen, Phosphor und Kalium sind mehr drin. Und weil unsere Tiere Sonne tanken, hat ihr Fett Vitamin D gespeichert. Es enthält weniger Wasser als konventionelles Fleisch und ist insgesamt viel magerer. Das heißt auch, dass mehr Eiweiß drin ist. 🙂

Den Klimaschutz finanziert ihr mit, weil Dauergrünland viel CO2 speichert und den Artenschutz, weil auf unseren Naturschutzflächen Vögel und andere Tiere und Pflanzen leben, die sehr selten geworden sind. Unser Sohn Johann (6 Jahre) sagt dazu: „Ich finds schön, dass unsere Kühe sich die Weide mit den wilden Tieren teilen.“

Unsere Tiere sterben da, wo sie geboren wurden – in ihrem natürlichen Habitat: auf der Weide. Wir schießen ein Tier frei in der Herde, lassen es am Frontlader ausbluten und transportieren es dann zum handwerklichen Fleischer, der sich dann um das eine Tier kümmert. Wir verwerten natürlich alles von der Nase bis zum Schwanz.

Es ist eine aufwändigere Tierhaltung, weil sie auf der Wiese ein bis zwei Jahre länger wachsen als mit intensiver Fütterung und weniger Bewegung im Stall. Dadurch hat das Fleisch auch eine andere Konsistenz!
Es gleicht eher dem von Wildtieren. Ihr könnt es im Kühlschrank noch im Vakuum 1-2 Wochen nachreifen lassen und es einen Tag bis eine Stunde vor dem Verzehr salzen. Das hilft auch bei der Reifung.

Appetit bekommen?

Hier ist noch eine weitere Methode einer Kundin, Gulasch, Rouladen und Braten besonders zart und schön mürbe für das lange Schmoren oder Braten vorzubereiten:

Mensch kann natürlich frisch oder nach dem Auftauen Salz drauftun und eine Weile einwirken lassen, wie Du schon öfter geraten hattest.
Einlegen in Rotweinmarinade, über Nacht oder auch länger, ist für bestimmte Zubereitungsarten auch fein.
Wenn man aber zusätzlich noch einen Wein nimmt, der natürliche Kohlensäure enthält (also moussiert wie der erwähnte trockene Bio-Lambrusco ), dann wirkt das ein wenig wie das Säuern von Sauerbraten, schmeckt aber nicht sauer, sondern butterzart durch die Wirkung der Kohlensäure!
Der Effekt kommt nicht vom Alkohol wie Einige annehmen, auch wenn ein Schuss Cognac manchmal ganz fein sein kann, aber mehr für den Soßengeschmack als für die Fleischkonsistenz.