Neuer Hütehund

Unser Altdeutscher Hütehund Juri ist leider letztes Jahr im Juli gestorben. Jeden Tag habe ich an ihn gedacht und ihn vermisst. Schon im Frühjahr kontaktierte ich eine Züchterin für Australian Koolies, meine neue Wunschrasse. Sie hüten stressärmer, gehen nicht so ran wie Altdeutsche. In Europa sind die Koolies sehr selten und ich fand in den Masuren die North Koolie Züchterin Magdalena.

Im August wurde Lilly geboren und Ende Oktober kam sie bei uns an. Ihre Geschwister leben in Holland, in der Schweiz und eine ist sogar in die USA geflogen! Alle bekommen eine richtige Arbeit und wir sind untereinander vernetzt – so spannend: genau gleiches Alter und gleiche Gene und Menschen, die etwas mit denen machen wollen!

Ich denke ja generell, dass alle Arbeitshunde auch wirklich eine Aufgabe brauchen, damit wir Menschen ihnen gerecht werden. Die Vielfalt ist da ja unendlich! 🙂

Lilly ist zunächst sehr vorsichtig und fragt nach. Sie hat aber schon nach einer Woche Kühe holen (in den ersten Tagen auf dem Arm) ein bisschen mitgemacht.
Jetzt binde ich sie, wenn ich im Büro bin, meist bei ihrer Decke im Stall an, damit die Kühe sich auch mit Kälbern mehr an sie gewöhnen können.

Helma, die Superamme!

… macht ihrem Kosenamen wieder alle Ehre. Sie hat Zwillinge bekommen und dann hat sie auch gleich den Kindergarten eröffnet. Alle Kälber fühlen sich bei ihr wohl und sicher.

Zu ihrem Kosenamen kam sie, weil Juri, unser Altdeutscher Hütehund, nie rein durfte in die Weide, auf der sie war. Sie scheuchte ihn immer zielsicher hinter die Litze! Nun muss unsere neue Hütedame Lilly (Australian Koolie) das schnell lernen, sonst wirds gefährlich.

Letztes Jahr hab ich Helma dann, obwohl sie ein Jahr ausgesetzt hatte mit dem Milchgeben (ist im Deckzeitraum nicht tragend geworden und pausierte dann einfach), mit in die Kälbergruppe gesteckt. Beim Nachbarn gabs nämlich einen Wolfsangriff. Bei uns jetzt nicht, aber ob es an Helma lag – ich weiß es nicht. Wir werden es weiter praxisnah erforschen.

Leider lassen die anderen Kühe noch auf sich warten mit der Kalbung, sodass es nächste Woche nun doch noch nicht so richtig losgehen kann mit der Belieferung. Wir brauchen also noch ein wenig Geduld mit der Natur der Dinge…

Etwas genauer betrachten

Dieses besondere Foto hat bestimmt Willi Lehnert auf unserer Ukraine-Reise gemacht.

Es drückt für mich so viel aus:
– Verbundenheit
– genauer hinschauen
– beobachten
– wahrnehmen
– die Situation mitdenken
– trotzdem kritisch sein
– darüber austauschen
– dadurch lernen
– flexibel mit Kind sein
– Kinder mitnehmen
– früher wurde alles mit Pferden gemacht statt mit Diesel
– wie können wir es heute tiergerecht schaffen?
– unkompliziert
– auch einfach ausprobieren und machen

Habt ihr Impulse, wenn ihr das Bild oder das Pferd betrachtet?